Die Bedeutung der Fahne im Verein

Die Vereinsfahne ist ein besonders Kulturgut und der Stolz jeden Vereins. Es ist wichtig auch die alten Fahnen zu ehren und zu erhalten. Sie ist vor Gott geweiht und begleitet die Mitglieder bei besonderen Anlässen und Festen. Sie ist Teil unseres Lebens, Sterbens und unserer Trauer. Letztendlich senkt sie sich auch über unser Grab. 
Im Benedictiunale, dem offiziellen Buch der Kirche für die Segnung und Weihe, wird über die Segnung der Fahne gesagt:

„Fahnen sind Zeichen der Gemeinschaft.
Die Segnung gilt nicht einem leblosen Gegenstand,
sondern lebendigen Menschen die sich
zusammengeschlossen haben, weil sie sich zu einem
gemeinsamen Ideal oder einer gemeinsamen Aufgabe
bekennen“.

Die erste Vereinsfahne

1923 - 1971

Auszug aus der Vereinschronik

"Und so kam es nicht von ungefähr, dass im Jahre 1923, als die jungen Trachtler ihre neue, unter vielen harten Opfern beschaffte Vereinsfahne weihen lassen wollten, dies vom damaligen Ortsgeistlichen, dem der katholische Burschenverein verständlicherweise näher stand, kategorisch abgelehnt wurde. Es wurde schließlich ein Franziskanerpater aus Füssen für diesen Anlass gewonnen. Am 10./11. Mai 1924 konnte die neue Fahne die kirchliche Weihe erhalten, bei der die „Schwanstoaner“ aus Schwangau Pate standen. Für den jungen Verein war es erstmals ein Anlass, ein großes Trachtenfest damit zu verbinden, dass in damaliger Zeit immerhin von 17 Vereinen mit 14 Fahnen und drei Musikkapellen besucht wurde."

Fahnenbänder der Vereinsfahne 1921-1971

links: 30 jähriges Stiftungsfest und Fahnenweihe des G. u. D. Tr. V. "Enzian" Kaiserslautern Pfingsten 1954 in Füssen a. L.

mitte: Zur Erinnerung an das 50 jährige Gründungsfest G.T.E.V. D'Schwanstoanar Schwangau vom Patenverein 1.8.1959

rechts: Zum 47. Gautrachtenfest des oberen Lechgauverband in Lechbruck 15.-16. Juli 1967 G.T.u.H.V "Edelweiss"

Die aktuelle Vereinsfahne

1971 - heute

Auszug aus der Vereinschronik

"Zum 50jährigen Bestehen des Vereins sollte eine neue Fahne geschaffen werden. Schon Jahre vor diesem Gründungsjubiläum wurde geplant und entworfen. Man wollte das Bild der Patrona Bavariae auf der Fahne haben und fand nirgends eine geeignete Fotovorlage. So machten sich zwei Vereinsmitglieder, unter ihnen der im Jahr 1974 allzu früh verstorbene 1. Kassier Thomas Nigg, der dieses Amt 15 Jahre inne hatte, auf den Weg. Sie fuhren auf den Wendelstein, um im Kirchlein auf diesem Berg die erforderlichen Bilder der „Patrona Bavariae“ zu machen. Am 9. Juli 1971 war es dann so weit, dass das 50 jährige Jubiläum beginnen konnte. Am 11. Juli des gleichen Jahres war der große Tag der Fahnenweihe, der strahlenden Sonnenschein bescherte. Diese Fahne, bestickt mit dem Wahrzeichen von Hopferau, dem Schloß Hopferau mit dem Schloßberg im Hintergrund auf der anderen Seite, zeugt von der Liebe zum bayrischen Vaterland. Die Weihe der Fahne wurde von einem Sohn der Gemeinde, dem jungen Kaplan Willi Poppler aus Heimen, vollzogen. Im festlichen Zug zogen am Nachmittag 32 Vereine durch das geschmückte Dorf, begleitet von 11 Musikkapellen und sechs Festwagen"

Fahnenbänder der Vereinsfahne 1971-heute

Von links nach rechts

Zum 70 jährigen Jubiläum gestiftet vom Patenkind G.T.E.V. Burg Hopfen 1991

Unseren lieben Gefallenen Samper Hans, Köpf Karl, Heberle Ludwig, Linder Hans, Müller Joseph, Dischler Joseph, Steiger Joseph, Unsinn Franz, Endres Georg, Eberle Ulrich Vermisst: Linder Joseph, Köpf Peter. Köpf Joseph

25 Jahre Brauchtums- und Trachtengruppe Höfen mit Fahnenweihe und Bezirks-Trachtenfest Oberland mit Ausserfern 17./18.6.2006

Zur Erinnerung an die Fahnenweihe D'Lobachtaler Seeg Mai 1996